Statuten

1. Name und Sitz

Die „Interessengemeinschaft zum Wohlergehen der Pferde“ ist ein Verein im Sinne von Artikel 60 ff. ZGB und hat seinen Sitz am Wohnort der Präsidentin.

 

2. Zweck

Der Verein will die Bedürfnisse von Pferden vertreten, ohne dabei wirtschaftliche Ziele zu verfolgen. Sein Augenmerk liegt auf der Aus- und Weiterbildung von Menschen, die durch Wissen zum Wohlergehen der Pferde beitragen wollen. Das Wissen wird durch entsprechende Seminare, Vorträge und Schriften vermittelt, die offen für alle Mitglieder des Vereins und je nach Bestimmung auch für andere Interessierte sind. Ausserdem unterstützt er Veranstaltungen und Projekte, welche dem Pferd mit der gleichen Einstellung zugewendet sind.

Der Verein ist offen gegenüber allen Aktivitäten, welche die Bedürfnisse des Pferdes berücksichtigen und zu dessen Wohlergehen beitragen. Ausserdem macht er sich für den Aufbau und Erhalt eines Netzwerkes unter gleichgesinnten Pferdeleuten stark. Mit den eingenommenen Mitteln aus Mitgliederbeiträgen, Teilnahmegeldern aus Veranstaltungen und Sponsorenbeiträgen sollen eigene Projekte oder Projekte mit ähnlicher Philosophie unterstützt werden.

 

3. Mitgliedschaft

3.1 Mitglieder

Mitglieder des Vereins sind natürliche oder juristische Personen. Es bestehen folgende Mitgliedergruppen:

a)    Aktivmitglied (natürliche Person)

b)    Labelmitglied (juristische Person)

 

3.2 Persönlichkeit des Mitglieds

Der Verein ist für alle Menschen bestimmt, die sich ganzheitlich im Pferdebereich weiterbilden möchten. Mitglieder hinterfragen neue Erkenntnisse, bringen ihre Erfahrung und ihr Engagement mit in den Verein ein und sind stets bestrebt dazu zu lernen. Vereinsmitglieder zeichnen sich durch ihre Offenheit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit und durch ihren Willen aus, dem Pferd Gutes zu tun. Sie halten ihre eigenen Pferde ihren artspezifischen Bedürfnissen entsprechend, versuchen Stress zu vermeiden und setzen sich für ein physisch und psychisch gesundes Pferd ein.

 

3.3 Aufnahme eines Mitglieds (Eintritt)

Die Aufnahme als Mitglied erfolgt nach einer schriftlichen Beitrittserklärung via Anmeldeformular (per Post oder Homepage), ein Motivationsschreiben ist fakultativ. Für eine offizielle Aufnahme als Mitglied muss die Anmeldung bis Ende Vereinsjahr eingegangen sowie der Mitgliederbeitrag bis zur ordentlichen Vereinsversammlung (Generalversammlung) bezahlt worden sein. Die Aufnahme kann ohne Nennung von Gründen verweigert werden. Bei einer Verweigerung wird der bereits bezahlte Mitgliederbeitrag zurückerstattet.

Minderjährige Mitglieder brauchen für einen rechtsgültigen Vereinsbeitritt die Zustimmung ihres gesetzlichen Vertreters.

 

3.4 Mitgliederkategorien

3.4.1 Aktivmitglied

Aktivmitglieder sind natürliche Personen, die den Ausführungen unter 3.2 entsprechen. Durch die Teilnahme am Vereinsgeschehen (Generalversammlungen und vom Verein organisierte Veranstaltungen) tragen sie aktiv zur Zweckerfüllung der IG zum Wohlergehen der Pferde bei.

 

3.4.2 Labelmitglied

Labelmitglieder sind Reitschulen vorwiegend für Kinder, die den Labelanforderungen für eine pferdegerechte Kinderreitschule gerecht werden. Sie profitieren von einem Eintrag auf unserer Webseite in der Rubrik „zertifizierte Kinderreitschulen“ und für das Hauptmitglied von vergünstigten Veranstaltungsteilnahmen.

 

3.5 Ausschluss eines Mitglieds (Austritt)

Die Mitgliedschaft endet freiwillig durch schriftliche Austrittserklärung, durch Tod oder unfreiwillig durch eine Widerhandlung des Mitgliedes. Widerhandlungen sind das Nicht-Bezahlen des Mitgliederbeitrages oder Handlungen, die einen klaren Verstoss gegen ein oder mehrere Vereinsinteressen darstellen.

Mitglieder, die trotz zweimaliger Aufforderung ihren Beitrag nicht bezahlt haben, werden durch Vorstandsbeschluss ausgeschlossen. Der Vorstand kann mit Mehrheitsbeschluss einzelne Mitglieder ohne Nennung von Gründen ausschliessen, ist aber im entsprechenden Fall darum bemüht eine Begründung zu erteilen.

Ausgeschlossene Mitglieder haben das Recht schriftlich innerhalb von einem Monat nach Bekanntgabe des Ausschlusses bei der Vereinspräsidentin Rekurs einzulegen. Der Rekurs wird auf der nächst darauf folgenden Vereinsversammlung behandelt.

 

3.6 Stilllegung der Mitgliedschaft

Kann am Vereinsgeschehen nicht aktiv teilgenommen werden – zum Beispiel da es die momentane persönliche Situation nicht erlaubt – besteht die Möglichkeit die Mitgliedschaft still zu legen. Das Mitglied hat während der Stilllegung kein Stimmrecht an der Vereinsversammlung und erhält keine Ermässigung auf den Teilnahmebeitrag an Veranstaltungen, kann aber weiterhin vom Informationsvorteil profitieren. Dadurch bleibt der Informationsfluss erhalten und das Mitglied kann den Verein weiterhin passiv unterstützen. Die Mitgliedschaft wird durch Teilnahme an einer Veranstaltung oder das Einzahlen des Mitgliederbeitrages reaktiviert. Sobald die Mitgliedschaft reaktiviert wird, muss ein Beitrag von 20 Fr. zur Begleichung des Administrationsaufwandes bezahlt werden.

 

4. Finanzen 

4.1 Mitgliederbeiträge

Die finanziellen Mittel des Vereins bestehen aus den Mitgliederbeiträgen, den Einnahmen aus Veranstaltungen und Zuwendungen von Sponsoren.

Für die Verpflichtungen des Vereins haftet nur das Vereinsvermögen, somit ist eine persönliche Haftung der Mitglieder ausgeschlossen.

Die Mitgliederbeiträge werden jährlich auf Antrag des Vorstandes durch die Vereinsversammlung bestimmt.

 

Es gelten folgende Mitgliederbeiträge:

a)    Aktivmitglied (natürliche Person):                                                              50 Fr.

b)    Labelmitglied (juristische Person)                                                             120 Fr.

 

4.1.1 Erhöhung der Mitgliederbeiträge

Jede Erhöhung der Mitgliederbeiträge bedarf der Begründung durch den Vorstand und darf in keinem Fall mehr als 30% betragen. Die Erhöhung von Mitgliederbeiträgen muss von der Mehrheit der Vereinsversammlung angenommen werden. Auskunft über die aktuell gültigen Mitgliederbeiträge kann beim Vorstand verlangt werden. Austretende Mitglieder haben keinen Anspruch auf Teile des Vereinsvermögens.

 

5. Organisation des Vereins

5.1 Vereinsorgane und Vereinsjahr

Die Organe des Vereins sind:

a)   die Vereinsversammlung

b)   der Vorstand

Das Vereinsjahr ist identisch mit dem Kalenderjahr.

 

5.2 Die Vereinsversammlung und Stimmrecht

Die ordentliche Vereinsversammlung (Generalversammlung) wird vom Vorstand einmal jährlich durch schriftliche Einladung (per E-Mail/Homepage), die mindestens zwanzig Tage vor dem Versammlungstermin erfolgt, einberufen. Die Traktanden werden mit der Einladung bekannt gegeben. Ausserordentliche Versammlungen werden auf Beschluss des Vorstandes einberufen oder wenn ein Fünftel der Mitglieder dies beantragt.

Anträge an die Vereinsversammlung sind dem Vorstand mindestens 10 Tage vor der Vereinsversammlung schriftlich einzureichen. Sie werden den Mitgliedern bekannt gemacht und auf die Traktandenliste gesetzt. Der Vorsitz in der Vereinsversammlung führt die Präsidentin oder im Verhinderungsfall die Vizepräsidentin. Über die Verhandlungen wird ein Protokoll geführt.

Jedes offiziell aufgenommene Aktivmitglied hat eine Stimme, Stimmrechte können nicht übertragen werden. In der Regel werden Beschlüsse mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen der anwesenden Mitglieder gefasst. Für die Wahl der Vorstandsmitglieder, Statutenänderungen und die Auflösung des Vereins ist ein qualifiziertes Mehr (zwei Drittel) notwendig.

 

5.3 Befugnisse/Aufgaben der Vereinsversammlung

Die Vereinsversammlung ist das oberste Vereinsorgan und hat folgende Aufgaben:

1.    Genehmigung der Traktandenliste 

2.    Entgegennahme des Jahresberichtes der Vereinspräsidentin

3.    Entgegennahme und Genehmigung der Jahresrechnung

4.    Décharge-Erteilung an den Vorstand

5.    Wahl des Vorstandes und des Präsidenten/der Präsidentin

6.    Genehmigung des Budgets

7.    Festsetzung der Jahresbeiträge für alle Mitgliederkategorien

8.    Beschlussfassung über Rekurse von ausgeschlossenen Mitgliedern

9.    Behandlung von Anträgen von Mitgliedern

10. Revision der Statuten und Auflösung des Vereins

 

5.4 Vereinsvorstand

Die Vereinsversammlung wählt einen Vorstand von mindestens drei und maximal 5 Personen, sowie den Präsidenten oder die Präsidentin. Der Vorstand konstituiert sich in seinen übrigen Aufgaben selbst.

Die Amtsdauer beträgt für den Vereinspräsidenten 3 Jahre, für alle übrigen Mitglieder 2 Jahre. Wiederwahl ist für jedes Vorstandsmitglied möglich.

Alle Mitglieder des Vorstandes sind ehrenamtlich tätig, sie haben somit nur Anspruch auf eine Rückerstattung von Auslagen, die ihnen im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Vorstandsmitglied angefallen sind. Für sie entfällt gemäss Reglement der jährliche Mitgliederbeitrag sowie bei Mithilfe an Veranstaltungen, die durch den Verein organisiert werden, die Teilnahmekosten.

 

Der Vorstand führt den Verein im Sinne der Statuten. Er ist für alle Angelegenheiten zuständig, die nicht einem anderen Organ vorbehalten sind. Zudem ist er für einen qualitativ guten und regelmässigen Informationsfluss an die übrigen Mitglieder des Vereins verantwortlich. Die Präsidentin vertritt den Verein gegen aussen, im Verhinderungsfall auch die Vizepräsidentin.

Beschlüsse erfolgen mit der Mehrheit der Stimmen der anwesenden Vorstandsmitglieder. Bei Stimmengleichheit zählt die Stimme der Vorsitzenden doppelt.

 

6. Auflösung

6.1 Auflösung des Vereins

Der Verein kann nur durch eine eigens zu diesem Zweck einberufene Mitgliederversammlung aufgelöst werden. Im Falle der Auflösung fällt das Vereinsvermögen einer oder mehreren Institutionen mit gleichem oder ähnlichem Zweck zu. Eine Verteilung unter den Mitgliedern ist ausgeschlossen.

 

7. Weitere Bestimmungen

Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Schweizerischen Zivilgesetzbuches.


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